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So läuft das mit den Bäumen und der Nachhaltigkeit – Beckmann erhält das FSC® und PEFC Siegel.

Nachhaltigkeit ist zum Leitbegriff der modernen Marktwirtschaft geworden. Wer nicht nachhaltig handelt nimmt eine Außenseiterrolle ein und hat im Wettbewerb das Nachsehen.
Mit unserer neuen Zertifizierung sagen wir „ja” zu kontrollierter Waldwirtschaft. Bei uns ist ab sofort Papier mit FSC und PEFC Siegel erhältlich und wird von uns wo es geht standardisiert und beworben.
Und auch unsere Kunden profitieren – der Zusatzhinweis auf Papier aus nachhaltiger Waldwirtschaft signalisiert auch bei Ihren Partnern bewusstes Handeln.

Zertifikatehandel und leere Versprechungen?
Die Papierbranche spricht mit Ihrer Zertifizierung einen Garant aus. Den Garant, das FSC und PEFC-Label auf einem Holz- oder Papierprodukt ein eindeutiger Indikator dafür sind, dass das Produkt aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft stammt und auf seinem Weg zum Konsumenten über die gesamte Verarbeitungs- und Handelskette nicht unzulässig mit unkontrolliertem Holz oder Papier vermischt wurde.
Im weiteren Sinne umfasst das Zertifizierungssystem auch den Transport- und Bearbeitungsweg vom Forstbetrieb über alle Verarbeitungsstufen bis zum Endverbraucher.

Ziele und Geschichte der Zertifizierung am Beispiel FSC
Die steigende Entwaldung (11 bis 15 Millionen Hektar), speziell in tropischen Ländern, konnte vor einigen Jahrzehnten beispielsweise auch durch das Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen, das internationale Abkommen über Tropenholz (ITTA) der International Tropical Timber Organization (ITTO) oder die zwischenstaatliche Global Environmental Facility (GEF) nicht ausreichend eingedämmt werden. Dies gab Ende der 80er Jahre den Anlass für Umwelt-NGOs Holzprodukte aus diesen Ländern zu boykottieren, jedoch mit der Erkenntnis, dass damit waldreichen tropischen Ländern eine wichtige Devisenquelle entzogen wurde, und somit auch ein Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur Armutsbekämpfung entfiel. Darum wurde über Konzepte nachgedacht, wie eine forstwirtschaftliche Nutzung bei gleichzeitigem Erhalt dieser Wälder und der Achtung der Rechte einheimischer Völker sowie sozialer Mindeststandards zu bewerkstelligen sei.

Im Fokus standen bei der Gründung
unter anderem die Vernichtung von Primärwäldern in den Tropen zu stoppen, die vielfältigen Funktionen von Wäldern (Lebensgrundlage indigener Völker, Biodiversität, Schutzfunktionen, Kulturgut etc.) durch die Sicherstellung nachhaltiger Forstwirtschaft zu erhalten und letztendlich die Versorgung des Marktes mit Holzprodukten gewährleisten zu können.
Zertifizierungsdschungel, ein treffendes Wortspiel.
Inzwischen existiert eine kaum noch überschaubare Anzahl von Zertifizierungsprogrammen.
Der FSC erhebt bis heute den Anspruch, als das ursprüngliche und einzige Programm weltweit dazu in der Lage zu sein, Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft zu garantieren, insbesondere, weil in den Entscheidungsgremien alleine beim FSC ökonomischen, ökologischen und sozialen Interessen das gleiche Gewicht eingeräumt werde.

Das Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC) (zu deutsch: Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung PEFC) ist ein internationales Waldzertifizierungssystem. Es ist die weltweit größte unabhängige Organisation zur Sicherstellung und kontinuierlichen Verbesserung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung unter Gewährleistung ökologischer, sozialer und ökonomischer Standards.
Derzeit sind weltweit 240,0 Mio. Hektar Wald nach PEFC zertifiziert, in Deutschland sind es mit 7,3 Mio. Hektar zwei Drittel des heimischen Waldes.

Zertifikate im Detail

FSC Logo

(FSC) Forest Stewardship Council®
Die international operierende Organisation erstellt Zertifikate für Holz und Holzprodukte, die aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammen. Um zertifiziert zu werden, müssen zehn weltweit einheitliche Prinzipien und 56 Kriterien erfüllt sein:
> Einhaltung der Forstgesetze sowie der FSC-Prinzipien
> Langfristige Besitzansprüche und Nutzungsrechte an Land- und Forstressourcen sollen klar definiert, dokumentiert und rechtlich verankert sein.
> Wahrung der Rechte indigener Völker
> Die Waldbewirtschaftung soll das soziale und ökonomische Wohlergehen der im Wald Beschäftigten und der lokalen Bevölkerung langfristig erhalten oder vergrößern.
> Ökonomische Effizienz und Produktvielfalt
> Gewährleistung von Biodiversität, Schutzfunktionen des Waldes und Landschaftsschutz
> Erstellung und Umsetzung eines Bewirtschaftungsplanes
> Kontrolle durch angemessene Dokumentation und Bewertung der Nachhaltigkeit
> Erhaltung von Wäldern mit hohem Schutzwert
> Plantagen können als Ergänzung zu naturnahen Bewirtschaftungsformen soziale und ökonomische Vorteile liefern und den Druck auf so genannte „Naturwälder“ mindern.

 

(PEFC) Programme for the Endorsement of Forest Certification schemes
Die von den Waldbesitzern einzuhaltenden PEFC-Standards entsprechen den Grundsätzen einer naturnahen Waldbewirtschaftung. Hier ein Auszug aus der Leitlinie für nachhaltige Waldbewirtschaftung zur Einbindung des Waldbesitzers in den regionalen Rahmen:
> Mischbestände aus standortgerechten Baumarten sind zu erhalten bzw. aufzubauen
> Kahlschläge sind grundsätzlich zu unterlassen
> ein angemessener Totholzvorrat ist zu erhalten
> beim Einsatz von Maschinen ist der Boden besonders zu schonen
> der Einsatz von Pestiziden ist zu vermeiden (Gutachten erforderlich),
> auf die geschützten Biotope und Schutzgebiete sowie die gefährdeten Tier- und Pflanzenarten ist besondere Rücksicht zu nehmen

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